Handytelefonat
Ab welcher Dauer kann ein Handytelefonat gesundheitsschädlich sein?
Die Stuttgarter Zeitung meldete am 6.9.2008: „Handy beeinflußt am Steuer wie Alkohol“, vergleichbar mit 0,8 Promille. Was kann die Ursache sein? Zwei gesicherte Erkenntnisse dazu.
Blutverklumpung (Geldrollenbildung)
durch Mobilfunkstrahlung des Handys
Im Unterrichtsmaterial der PH Heidelberg wird diese Wirkung an einem Experiment beschrieben:
„Zuerst wurde mehreren Personen zwischen 17 und 20 Jahren, die 24 Stunden das Handy nicht benutzen durften, Blut abgenommen. Direkt danach ließen die Jungforscher ihre Probanden 20 Sekunden lang mit einem Mobiltelefon (Siemens ME 35) telefonieren, um Ihnen danach noch einmal Blut am Ohrläppchen und am Finger abzuzapfen. Zehn Minuten später wurde die Prozedur noch einmal wiederholt....Das Ergebnis dieser Feldstudie ist brisant: Nach jedem Telefonat war eine eindeutige Clusterbildung an Ohr und Finger zu erkennen und selbst auf Bildern, die zehn Minuten später aufgenommen wurden, waren noch deutliche Blutcluster sichtbar...Durch die Verklumpung wird das Blut zähflüssiger und kann daher Kapillargefäße und Engstellen leichter Verstopfen. ..Weiterhin wird durch die Oberflächenverkleinerung der roten Blutkörperchen weniger Sauerstoff transportiert. Dies kann z.B. Herz-Kreislaufbeschwerden zur Folge haben (Hutter u.a. 2002), Müdigkeit hervorrufen, Unkonzentriertheit u.a..“ (Heft2, S.30) Auch ein Zusammenhang zu Kopfschmerzen wird vermutet.
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| Darstellung: Umweltorganisation Diagnose-Funk aus STELLUNGNAHME ZU DEN PROJEKTEN DES NFP57 - Schweizerisches Forschungsprogramm ohne Relevanz für die Volksgesundheit >>> |
Zelltod durch GSM-Mobilfunkstrahlung und ein vermuteter Zusammenhang zu Kopfschmerzen
Die Studie der griechischen Gruppe um Panagopoulos et al. „Zelltod, induziert durch GSM 900 MHz und DCS 1800 MHz Mobiltelefon-Strahlung“ an Fliegen gibt wichtige Hinweise. Das Hauptergebnis der Studie:
„Zelltod wurde während aller Entwicklungsstadien der frühen und mittleren Oogenese (Eireifung), vom Germarium bis zum Stadium 10 und in allen Typen der Eikammer-Zellen ( Nährzelle, follikuläre Zelle, Oozyte) nachgewiesen. Es wurde aufgedeckt, dass das Germarium und die Stadien 7-8 die Entwicklungsstadien sind, die am empfindlichsten auf elektromagnetischen Stress,...“( Summary emf-portal).
Der Elektrosmogreport 4/2007 schreibt dazu: "Obwohl man es nicht direkt übertragen kann, halten es die Forscher für möglich, dass ähnliche Wirkungen auch bei Menschen auftreten können…. Es kann auch sein, dass die Einleitung des Zelltods vieler Zellen der Grund für Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen ist, bekannt als"Mikrowellensyndrom."
Kann der der drastische Anstieg von Kopfschmerzen bei Kindern damit zusammenhängen? In der Jugendgesundheitsstudie des Robert-Koch-Institutes wurde ein signifikanter Anstieg von Kopfschmerzen bei Kindern in ganz Deutschland festgestellt. Sicher kommt dies durch eine Summe von Umwelt – und psychosozialen Belastungen zustande. Diese Korrelation von elektromagnetischen Feldern und Kopfschmerzen wurde in der Mobilfunkstudie des Schweizer Bundesamtes (2006) als wahrscheinlich und konsistent klassifiziert, mit hoher Evidenz, und zwar „...so weit überzeugend, dass andere Faktoren mit grosser Sicherheit ausgeschlossen werden können“ Die Autoren fügen an, dass die einzige Einschränkung bei dieser Klassifikation der noch fehlende Wirkmechanismus sei.
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Panagopoulos DJ, Chavdoula ED, Nezis IP, Margaritis LH, Zelltod, induziert durch GSM 900 MHz und DCS 1800 MHz Mobiltelefon-Strahlung. 2007 U. Ellert · H. Neuhauser · A. Roth-Isigkeit, Robert Koch-Institut, Berlin, BRD: Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Prävalenz und Inanspruchnahme medizinischer Leistungen. Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS), 2007 Bundesamt für Umwelt, Schweiz, Hochfrequente Strahlung und Gesundheit, 2007, S.9, 11. Ähnliche Ergebnisse (Befindlichkeitsstörungen) brachten die Untersuchungen von Huber 2005, Hutter 2006, Santini 2002, 2003, Schreier 2006, Balicki 2005, Lebedeva 2001, Zwamborn 2003, siehe unter www.emf-portal.de. |
